Erwachsen werden ist schwierig – vor allem für Mädchen, die zwischen unterschiedlichen Kulturen aufwachsen und die über keine festen Rollenvorstellungen verfügen, wie sie als Jugendliche und später als Frau in der heutigen Gesellschaft sein wollen!
Im Übrigen:
Neunzig Prozent aller Kinder, die sexuell missbraucht oder misshandelt werden, sind Mädchen oder junge Frauen. In ihrer körperlichen und seelischen Integrität zutiefst verletzt entwickeln sie Überlebensstrategien, die sie selbst verletzen und andere Menschen verstören. In ihren Wahrnehmungen und Gefühlen finden sie keinen Halt. Diese Kinder und Jugendlichen brauchen den ganz besonderen Schutz eines mädchenparteilichen Zuhauses.
Zugleich aber werden gerade diese jungen Mädchen häufig schwanger. Aufgewachsen in zerrütteten Elternhäusern sehnen sich nach einer heilen Familie, der Wunsch, eine gute, ja bessere Mutter zu sein, ist übermächtig - und kaum erfüllbar. Überforderung, Versagen, Schuld und Scham bis zur Ablehnung des Kindes können die Folge sein.
Mit unseren beiden vernetzten Einrichtungen Mädchenwohngruppe und Mutter-Kind-Wohngemeinschaft für jugendliche Mädchen ab 13 bzw. junge Mütter ab 14 Jahren bieten wir diesen jungen Menschen einen Hort der Geborgenheit, Besinnung und des Neuanfangs.
Mit unseren beiden vernetzten Einrichtungen Mädchenwohngruppe und Mutter-Kind-Wohngemeinschaft für jugendliche Mädchen ab 13 bzw. junge Mütter ab 14 Jahren bieten wir diesen jungen Menschen einen Hort der Geborgenheit, Besinnung und des Neuanfangs.
Beide Einrichtungen sind im gleichen Haus untergebracht und werden rund um die Uhr von speziell ausgebildeten Mitarbeiterinnen betreut. Vorrangiges Ziel in der Mädchenwohngruppe ist es, vertrauensvolle, zugewandte und tragfähige Beziehungen aufzubauen, die es den Mädchen ermöglichen, die erlebten Traumata zu verarbeiten und eigene Kräfte und Stärken wiederzuentdecken. Zugleich soll ihnen die Einrichtung mit ihren klaren Regeln und Strukturen helfen, ihre Jugend als Jugend zu erleben: Sie gehen zur Schule, gestalten ihre Freizeit, übernehmen Verantwortung in der Wohngemeinschaft.
In der Betreuung der jugendlichen Mütter stehen zunächst Fragen zur Pflege und Ernährung des Säuglings, der Beziehung und Liebe im Vordergrund. Mit Blick auf ein selbstständiges Leben wird im Anschluss Alltag geübt: Dazu gehören Ämter- und Arztbesuche, Freizeitgestaltung und Haushaltsführung. In einem dritten Schritt entwickeln wir gemeinsam mit den Mädchen Lebensperspektiven: Schule, Ausbildung, Beruf, die Suche nach einem Krippen- oder Kitaplatz.